Historisches zur Burgruine Leofels

Die ersten Jahrhunderte

Die Burg Leofels, ehemals Lewenfels genannt, wurde zur Zeit Friedrichs ll. erbaut.

Nach dem Zerfall der Staufermacht, sicherte sich der Würzburger Bischof die Lehenshoheit über Leofels und verkaufte sie 1333 an Ulrich lll. von Württemberg.

Ab 1399 bewohnte Haug von Vellberg die Burg und erwarb sie 10 Jahre später als württember-gisches Lehen. Er stockte die bisherige Burg durch wohnliche Fachwerkobergeschosse auf.

1468 ging sie ganz auf die Herren von Vellberg über. Deren letzter Spross, Konz von Vellberg, hinterließ keine Erben. So fiel die Burg nach dessen Tod, im Jahre 1592, zurück in württembergischen Besitz und wurde als Lehen an die Hohenlohe weitergegeben. Vermutlich war die Burg seitdem nicht mehr bewohnt.

1707 traf ein Blitzschlag den Bergfried, der daraufhin innerhalb der nächsten 90 Jahre bis auf den Sockel abgetragen wurde. Die Quader fanden in Kirchberg/Jagst als Baumaterial und zur Errichtung einer künstlichen Ruine im Hofgarten Verwendung.

Bis 1864 war die Burg Sitz des Försters.

Um für das verlassene Bauwerk keine Dachsteuer bezahlen zu müssen, gab Hohenlohe Ziegel und Holz der Burg auf Abbruch zur Versteigerung frei.So blieb die staufische Ruine mit ihren kostbar zerbrechlichen Fensterbögen zwar erhalten wurde aber, ohne den Schutz des Daches, dem langsamen Zerfall preisgegeben.

 

1900 bis heute

1977 überließ Kraft Fürst zu Hohenlohe - Langenburg der Stadt Ilshofen die Ruine für einen symbolischen Wert. Nun erfolgte die Renovierung der überwucherten Mauern.
Fortan wurde die Ruine für öffentliche Veranstaltungen genutzt.
Seit 1984 finden jährlich im Innenhof die Burgschauspiele statt. Die Zuschauer schätzen die besondere Atmosphäre des Spielortes, die wärmenden, schützenden Mauern und den grandiosen Blick ins Jagsttal.

2013 wurde erneut der Baukran aufgestellt, die 2.Sanierung stand an. Das Mauerwerk musste gesichert und von Nässe befreit werden. Für die 2 Jahre dauernden Verpressarbeiten wurden bis zu 2 Millionen Euro veranschlagt.

Im Frühjahr 2016 fanden die Sanierungsarbeiten ihr Ende und die Burgschauspiele kehrten zurück nach Leofels.

 

 

 

Quellen:
Burgen in Hohenlohe, Carlheiz Gräter und Jörg Lusin, Silberburg - Verlag
Wikipedia

 

 

 

 

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