| Gerd Bauer wurde am 13.
August 1966 in Schrozberg geboren. In Herrentierbach aufgewachsen begründete er 1988 das
"Pro-winz-Theater" und inszenierte als Debut Becketts "Glückliche
Tage" und "Mausi" von Sarah Camp.
Aus dem Hobby wurde Beruf - und parallel zum Studium der Theaterwissenschaft übernahm
Gerd Bauer am "Volkstheater Nürnberg-Fürth-Erlangen" für ein Jahr die
Position Regieassistenz und Abendspielleitung.
An der Badischen Landesbühne Bruchsal war Gerd Bauer zunächst als Dramaturgieassistent
engagiert, später als Regieassistent und Abendspielleiter im Festengagement.
Mit seiner Produktion "Jacke wie Hose" von Manfred Karge konnte er die
Theaterleitung von seinem Regietalent überzeugen. Das Stück wurde in den Spielplan mit
aufgenommen. Seinem Kästner-Abend "Ich kam zur Welt und lebe trotzdem weiter"
folgte die Dramatisierung der "Langweiligen Geschichte" von Anton Tschechow als
Uraufführung.
Bereits während des Engagements an der Badischen Landesbühne hatte Gerd Bauer Kontakt zu
den Burgschauspielen Leofels. Bauers erste Arbeit hier, dem "Gipsapostel von
Hohenlohe" von Fritz Frank 1990 folgten in den nächsten Jahren kontinuierlich neun
weitere Neu-Inszenierungen mit großem Ensemble.
Im Jubiläumsjahr der Burgschauspiele Leofels e.V. 2003 standen erstmals zwei
Inszenierungen auf dem Spielplan: Yaak Karsunkes "Bauernoper"
mit Live-Musik und
"Die Barmherzigen Leut von Martinsried" von Oliver Storz, das erfolgreich die
programmatische Beschäftigung der Leofelser mit Themen der hohenloher Heimat ins Heute
transportierte.
Seit dem Winter 2001 arbeitet Gerd Bauer auch für das Theater Hollenbach.
"Der zerbrochne Krug" von Heinrich von Kleist in eigener hohenloher Textfassung
machte den Anfang, im Winter 2003 folgte Ludwig Thomas "Magdalena".
Im Sommer 2004 stand mit der Dramatisierung von Ulrike Schweikerts Erfolgsroman
"Die
Tochter des Salzsieders" eine besondere Uraufführung an. Gerd Bauer konnte die
Autorin, deren Werke sich auf spannungsvolle und genau recherchierte Weise mit der
Geschichte der Heimat auseinandersetzen, gewinnen, ihren Roman für Leofels selbst zum
Theaterstück umzuschreiben.
Ein ganz besonderer Wunsch von Gerd Bauer ging im Jahr
2005 in Erfüllung. Mit der Inszenierung von Bertolt Brechts Klassiker
"Mutter Courage und ihre Kinder" sowie erstmals einem Kinderstück
"Eine Woche voller Samstage" von Paul
Maar wurden dem Leofelser Ensemble Höchstleitungen abverlangt.
Weitere Inszenierungen folgten 2006 mit
"Das Jahr der Verschwörer" von Ulrike
Schweikert und 2007
"Zwölfeläuten". Mit dem "Räuber
Hotzenplotz" hat Gerd Bauer 2007 und 2008 wiederum erfolgreich
ein Kinderstück auf die Leofelser Bühne gebracht.
Mit "Petterson und Findus"
setzte Bauer 2009 seine erfolgreiche Arbeit in Leofels fort.
Neben der
Regiearbeit übernimmt Gerd Bauer seit Jahren ebenso professionell die Beleuchtung
für die Produktionen in Leofels. |